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Gebrauchsanleitung für Zen 2 Core

 

Die vollständige Gebrauchsanweisung für Zen 2 Core bzw. auch Zen 2 Starter steht nun zum Download zur Verfügung.

Hier gibt es die Deutsche Fassung. Und hier die Englische Fassung.

ZEISS Service DVD 66 – ZEN 2 Starter/Core Service Pack 1 mit Windows 10 Kompatibilität veröffentlicht

Nach dem Update von Zen light/blue inklusive Windows-10-Kompatibilität gibt es nun auch ein Update für ZEN 2 Starter/Core. Die Zeiss Service DVD 66 mit dem Service Pack 1 für Zen. Kompatibel damit sind alle 64Bit-Versionen von Windows 10. Die weiteren Änderungen beschränken sich weitestgehend auf kleinere Details, wie zum Beispiel neue eindeutigere Icons für die Werkzeuge.

EDIT: Die ZEISS Service DVD Nr. 66 mit der neuen Zen 2 starter/core Version können Sie hier herunterladen.

ZEISS Service DVD 64 – ZEN (blue) Version 2.3 mit Windows 10 Kompatibilität

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Es gibt eine neue Version von ZEN und damit auch eine neue Service DVD Nr 64. Diese beinhaltet allerdings kein Update der neuen Zen 2 Starter/Core Software, sondern eine überholte Fassung des Vorgängers, die Blue Edition von ZEN. Die neuen Features sind lediglich für die Black Edition und damit für Laser-Scanning-Mikroskope relevant, die neu hinzugekommen Windows 10 Kompatibilität wird jedoch auch die Lichtmikroskop-Nutzer der Blue Edition erfreuen.

Zen 2 Starter / Core ist weiterhin NICHT Kompatibel mit Windows 10! Hierzu erwarten wir auch bald Neuigkeiten und eine neue Version, noch gibt es keinen bestätigten Termin.

Die ZEISS Service DVD Nr. 64 mit der neuen Zen Blue Version 2.3 können Sie hier herunterladen.

Die ZEISS Service DVD Nr. 56 mit der aktuellen Zen 2 Starter/Core-Version gibt es hier. (Download als .iso)

 

Besondere Kameras für besondere Anwendungen: Ultradunkelfeld

Bei Anwendungen, die mit besonders wenig Licht auskommen müssen, spieltmacht die Wahl der Kamera nicht nur einen Unterschied für den Geldbeutel, die Sensorgröße macht wirklich einen deutlichen Unterschied. Hohe Pixeldichten, Megapixelzahlen jenseits von 5-10 Megapixeln sind hier eher kontraproduktiv, weil dies kleinere Pixel und damit weniger Licht pro Pixel bedeutet.

Für die sogenannte Dunkelfeld- und Ultradunkelfeldmikroskopie kommen Kondensoren mit numerischen Aperturen von bis zu 1,4 zum Einsatz. Spätestens wenn hier auch noch eine Blende möglichst weit geschlossen wird, um noch etwas mehr Auflösung oder auch Tiefenschärfe herauszuholen wird das Licht meistens knapp, doch das ist an sich kein neues Problem. Bei vielen Mikroskoparbeiten ist man es bereits gewohnt, die Lichtleistung der Beleuchtung größer als nötig zu dimensionieren, um Reserve für hohe Vergrößerungen und unerwartet schlechte Verhältnisse zu haben. Im Fall der Dunkelfeldmikroskopie haben wir gerade bei der Lichtleistung keinen Spielraum mehr und müssen uns umso mehr damit beschäftigen, die optimale Kamera zu adaptieren.

Hier setzen wir einen Kamerasensor mit einem Durchmesser von 1/1,2 Zoll ein, das ist ungefähr der doppelte Durchmesser verglichen mit den bei Mikroskopkameras üblichen 1/2,5 Zoll, also die 4-fache Sensor-Fläche. Mit dieser „Licht-Reserve“ lässt sich sowohl mit angenehmer Belichtungszeit als auch mit weniger rauscherzeugender Signalverstärkung ein ansprechendes Bild erzeugen. Das größte Problem stellt allerdings der Dynamikbereich zusammen mit der geringen Tiefenschärfe dar. Die Zellwände der Blutzellen sind relativ dick und erzeugen eine sehr helle, weiche Abbildung, die oft sehr feine Strukturen in der Umgebung überblendet. Je stärker man diesen Effekt unterdrückt (z.B. durch das Schließen der Objektiv-Blende am 100x-Objektiv) umso dunkler wird das Gesamtbild, umso mehr muss das Kamerasignal und damit auch das Bildrauschen verstärkt werden.

 

Videobeispiel, Blutprobe bei 1000-facher Vergrößerung im Ultradunkelfeld mit einem Zeiss Axio Lab A1 und der P+L Dokucam HD-Video:

Ultradunkelfeld-Mikroskopie – Blutprobe bei 1000-facher Vergrößerung

Ultradunkelfeld-Mikroskopie – Blutprobe bei 1000-facher Vergrößerung – Teil 2

Labscope, Matscope: mobile Zeiss Apps für die Mikroskopie im Überblick

Labscope IphoneSeit kurzem sind die mobilen Zeiss Anwendungen nicht nur für Ipad, sondern auch für Iphone verfügbar, für die fünf Mikroskopie-Apps gibt es dafür auch eine eigene Übersichtsseite bei ZEISS:

  • Labscope und Matscope stellen die Verbindung zwischen Ipad und Axiocams her, zwei getrennte Apps, die aber beide (inzwischen) genau dasselbe machen: Das Live-Mikroskopkamerabild aufs Ipad bzw. Iphone zu bringen. Wir konnten beim Vergleich der aktuellen Versionen keine Unterschiede der beiden Anwendungen mehr feststellen, abgesehen von Demobildern und Hintergrundfarbe.
  • Light Lab hilft ihnen bei der Auswahl der richtigen Fluoreszenzstoffe.
  • Zeiss Zen Brwoser verwaltet die Mikroskopbilddatenbank. Unter zenbrowser.zeiss.com/zdb gibt es auch eine Webseite mit Zugriff auf einen Demoserver. Leider sind noch keine Informationen über die Verwendung/Veröffentlichung der Serveranwendung bekannt.
  • Zen Remote dient der Fernsteuerung von Laserscanning-Mikroskopen.

Zeiss Axiocam-Software Matscope und Labscope

 

Für die eigentliche Mikroskoparbeit am (Stereo-)Lichtmikroskop sind lediglich Labscope und Matscope relevant, deshalb möchten wir uns in diesem Artikel auch nur diesen beiden – zumindest im Funktionsumfang – gleichen Anwendungen näher widmen. Beide bringen auch „virtuelle Demomikroskope“ mit, damit man den Funktionsumfang auch ohne verbundene Kamera testen kann. Matscope zeigt Gesteins- und Leiterbahn-Proben, wo Labscope mit einer Gewebeprobe aufwartet.

Alle kompatiblen Kameras

Verfügbar ist der Zugriff auf die Zeiss Mikroskopkameras bei den folgenden Geräten: Die integrierten Kameras von Primostar HD, Primovert HD, Primotech-Mikroskopen sind hier genauso kompatibel wie Stemi 305 Cam mit integrierter Kamera oder der Axiocam ERC 5s an einem beliebigen Mikroskop. Technsiche Vorraussetzung für den Betrieb ist die Integration in ein ein lokales Netzwerk, also im einfachstne Fall verbindei ch Kamera bzw. Mikroskop mit einem WLAN-Router und das Ipad/Iphone verbindet sich per WLAN mit besagtem Router. Das Stemi 305 Cam erzeugt darüber hinaus auch ein eigenes WLAN-Netzwerk, mit dem das Ipad/Iphone direkt verbunden werden kann.

 

 

Matscope und Labscope: KonfigugrationIn der Gerätekonfiguration gibt man das Mikroskopmodel sowie ggf. Einestellungen an, die unter anderem dazu dienen, dass Meßergebnisse in der Software ohne Kalibirerung korrekt berechnet bzw. geschätzt werden. Die Konfiguration lässt sich auch per QR-Code Speichern und Laden.

 

Matscope und Labscope: LivebildIn der Livebildansicht kann man Aufnahmen speichern und grundlegende Kameraeinstellungen wie Belichtungszeit und -Automatik anpassen. Außerdem gibt es hier auch einen „Fokusindikator“, der anzeigt, wenn das Bild möglichst scharf ist und einen „Laserpointermodus“ der einen roten Punkt leicht versetzt zum Mauszeiger/Touchzeiger einblendet. Außerdem gibt es drei Gitter und Fadenkreuze einzublenden und eine sehr nützliche Überbelichtungsanzeige, die Kamerapixel mit maximaler Sättigung in rot hervorhebt.

Zur Betrachtung genauso wie zum Editieren gibt es eine Übersicht aller erstellten Aufnahmen. Die Bearbeitungsfunktionen umfassen Drehen in 90°-Schritten, sowie Spiegeln, Gamma, Helligkeit, Kontrast , Farbintensität und Schärfe. Außerdem das Zuschneiden und Wählen des Bildausschnitts.

 

Matscope und Labscope: Messen 2Die Meßfunktionen umfassen grundlegenden Meßoperationen (Abstand, Rechteckt,  3-Punkt-Kreis, Polygon, Pfeil, 3-Punkt-Winkel) sowie das Einblenden von Text und Maßstab.

 

Matscope und Labscope: BerichteEs gibt auch die Möglichkeit Berichte zu erstellen (PDF-Format und RTF-Format) oder lediglich die Messwerte als .csv Datei zu exportieren.

 

Die Anwendung läuft flüssig, eine leichte Zeitverzögerung der Darstellung des Livebildes auf dem Tablet ist aufgrund der eingesetzen WLAN-Übertragung aber nicht zu vermeiden. Der Funktionsumfang lässt keine Wünsche offen: auch wenn man nicht die Möglichkeiten von ZEN oder Axiovision in der Desktopumgebung hat, so wurden die Funktionen doch mit Blick auf die mobile Nutzung sinnvoll reduziert und vereinfacht. Aber leider fehlt es an einer gleichwertigen Lösungen für andere Mobilgeräte und Betriebssysteme – Bedarf für ein mobil und flexibel jederzeit verfügbares Mikroskop-Livebild ist nämlich oft auch neben einer Desktop-Umgebung und abseits der Apple-Welt vorhanden.

 

Matscope bei apple.com

Labscope bei apple.com