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Zugriff auch ohne ZEN – TWAIN Treiber für die ZEISS Axiocam 208 color und 202 mono

Der Zugriff auf die beiden Zeiss Kameramodelle Axiocam 208 color und Axiocam 202 mono war bisher ausschließlich über die Softwarelösungen von ZEISS selbst möglich; mit den beiden Varianten von ZEN (‘light/Blue’ und ‘starter/Core’) sowie Labscope. Mit dem Windows-TWAIN-Treiber für diese beiden Kameras gibt es nun die bereits lange versprochenen Möglichkeit,  auch mit anderer Software auf die Kameras zuzugreifen.

Bildbearbeitungssoftware, die die TWAIN-Schnittstelle unterstützt ermöglicht so das Erfassen von Einzelbildern über eine kameraspezifische Benutzeroberfläche, die auf nachfolgendem Bild zu sehen ist.

Den Download finden Sie auf der Seite https://www.zeiss.de/mikroskopie/downloads.html. Dort wählen Sie im Dropdown-Menü ‘Kameras’, danach ‘Axiocam 208 color’, dann ‘Axiocam 202 mono’, dann ‘TWAIN installation’. Außerdem gibt es noch eine englische Anleitung zum Treiber als PDF-Dokument.

Zeiss Service DVD 83 – Zen starter/Core 3.0

Den Download zur neuen Zeiss Microscopy Service DVD Nr. 83 finden Sie bei unseren Downloads.

Die Release Notes zur neuen Version Zen starter/Core 3.0 finden Sie in diesem PDF-Dokument, u.A. ist die Integration für APEER mit dabei und der Analyzer-Modus, der keine grundlegend neue Funktionalität darstellt, es aber ermöglicht ZEN ganz ohne Aufnahmewerkzeuge oder Jobs zu starten. Außerdem gibt es eine neue Werkbank für den direkten Vergleich mehrer Bilder

Meta-Bilddaten in ZEN 2 Starter/Core – Mini-Berichte ohne Aufwand

Eine Funktion in Zen 2 Starter und Core, die nicht neu dazugekommen ist, aber oft übersehen wird ist das Speichern von Metabilddaten im Bild selbst. So lässt sich eine Art simpler Bericht mit jedem Bild erstellen, ohne dass dies zusätzlichen Aufwand erzeugt.

Der Tab “Bilddaten” befindet sich  unter dem Kamerabild neben dem Tab “Anzeige” und ist im Livebild nicht zu sehen, nur bei einer Aufnahme. Hier werden ausgewählte Metadaten zum Bild angezeigt und ein Eingabefeld für einen Kommentartext. Dieser Tab ist nun seit der der aktuellen Version standardmäßig aktiviert und muss nicht mehr erst über die Optionen eingeschaltet werden (Konfiguration > Allgemein Optionen > Dokumente > Bilddatenleiste anzeigen)

Damit lässt sich der eine oder andere simple Bericht ganz ohne weiteren Aufwand erstellen, indem die relevanten Metadaten beim Speichern auf bzw. unter dem Bild eingeblendet werden: alles was dafür notwendig ist, ist es die Anwender- bzw. Firmendaten in den allgemeinen Optionen im Tab “Benutzer” einzutragen und im Tab “Dokumente” festzulegen welche Optionalen Daten zu jeder Aufnahme angezeigt werden soll.

 

Die Auswahl der möglichen Metadaten umfasst noch mehr, als auf dem obigen Screenshot zu sehen ist, alle weiteren Angaben beziehen sich allerdings auf komplexere Mikroskopsysteme, die für die Lichtmikroskopie nicht relevant sind. Außerdem sei erwähnt, dass einige Optionen nur mit der Vollversion von ZEN und oder codierter Mikroskophardware sinnvoll sind.

So vorbereitet können Sie nun bei jeder Bildaufnahme den Bilddaten-Kommentartext eintippen und mit einem Häkchen in der Checkbox “Burn-in Data zone” beim Speichern der Aufnahme gelangen Sie zu folgendem Ergebnis in der gespeicherten Bilddatei:

Zeiss APEER

Die Anforderungen an die Bildverarbeitung und Datenanalyse werden immer komplexer. Mit APEER stellt Zeiss eine kostenlose digitale Plattform vor, die Sie bei der Vereinfachung und Optimierung Ihrer Arbeit unterstützen vor allem aber verschiedene Anwendungen, Analyseverfahren und Anwender zusammenbringen soll. APEER ermöglicht die Kombination leicht verfügbarer Module und Workflows zur Erstellung, Ausführung und Automatisierung von Mikroskopie-Workflows, z.B. zur Segmentierung von Hefezellen. Zur Darstellung der Aufnahmen kommt Arivis WebView zum Einsatz und ermöglicht sogar 3D-Ansichten von Z-Stacks.

apeer.com

Softwaresupport für Systemkameras in der Mikroskopie

Der Funktionsumfang moderner Kameras ist beachtlich – bei Systemkameras mit Wechselobjektiven kommen inzwischen ähnlich wie bei Smartphones viele Automatiken zum Zuge, um die Fülle an Möglichkeiten und Optionen für den Anwender überschaubar zu halten oder überhaupt erst sinnvoll nutzbar zu machen. Bei Mikroskopkameras wird normalerweise per Softwarefernsteuerung gearbeitet: Sie sehen das Livebild der Kamera auf einem großen PC-Bildschirm und haben Kameraeinstellungen sowie ggf. Meßfunktionen zur Verfügung.

 

Canon Powershot G15 adaptiert an einem Stemi 2000-C Stereomikroskop mit Fototubus.

Canon Powershot G15 adaptiert an einem Stemi 2000-C Stereomikroskop mit Fototubus.

Die Fernsteuerungsmöglichkeiten und die Softwarekompatibilität von Systemkameras wird nur selten aktiv vom Hersteller beworben, in der Fotografie haben solche Funktionen lange Zeit nur sehr wenige Anwender überhaupt interessiert.  Vermutlich deshalb gibt es auch noch keinen herstellerübergreifenden Standard dafür.  Im Zeitalter von Smartphones und Kameras mit WLAN ist das Thema Fernsteuerung allerdings aktueller denn je: Die großen Systemkamerahersteller bieten inzwischen alle ein mehr oder weniger umfangreiches App-Sortiment um Systemkameras teilweise oder vollständig per WLAN und Android- oder iPhone/iPad-App oder per Kabel und Windows/MacOs-Anwendung fernzusteuern.

Das ist für uns Grund genug, einen Überblick über die vorhandenen Softwarelösungen verschiedener Hersteller zu geben:

 

Canon:  

EOS-Remote App (iOS/Android)

 

Sony: 

Remote Camera Control (windows/MacOS):

Playmemories (Windows/iOS/Android)

 

Nikon: 

Camera Control Pro 2 (kostenpflichtig)

 

Olympus: 

Olympus Image Share (iOS/Android)

 

GoPro:

GoPro Capture (iOS/Android),

GeoPro Quik (Windows/iOS/Android)

 

Leica:

Leica Image Shuttle / Leica Q, S, SL, TL, (iOS/Android)

 

 

 

Andere Hersteller:

Für Kameras dieser bekannten Marken gibt es auch noch viele weitere Softwarelösungen zur Fernsteuerung, die einzige Anwendung die hier aber mit einer relativ breiten Basis an unterstützten Kameramodellen funktioniert und kostenlos verfügbar ist, scheint digiCamControl zu sein.

Je nach Kameramodell werden verschiedene Funktionen zur Fernsteuerung vom Desktop aus unterstützt, u.A. auch die Livebilddarstellung. Eine Liste der unterstützten Kameras gibt es hier, es gilt aber zu beachten, dass z.B. Sony-Kameras nur über WiFi/WLAN-Verbindung gesteuert werden können, nicht jedoch über eine USB-Verbindung.

digiCamControl

digiCamControl

 

Eine Funktion z.B. für Belichtungsreihen oder Zeitraffer haben Anwendungen wie digicamcotnrol normalerweise eingebaut, solange sie aber dennoch nicht viel mehr als unvollständige Fernsteuerungen für bestimmte Systemkameras sind und teilweise nicht einmal das Livebild der Kamera übertragen, können Mikroskopkameras mit spezialisierter Software für die gängigen Mikroskopanwendungen besser überzeugen. Die Anforderungen an das Zusammenspiel von Kamera, Software und Mikroskop sind allerdings sehr individuell und stark von der Arbeitsweise sowie dem Geschmack des/der Anwender abhängig. Gerne beraten wir Sie auch persönlich, welche Lösung für Ihre Anwendung sinnvoll ist.