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plCapture – Videoaufnahmen und Komprimierung mit einer Dokucam

Um mit Ihrer Dokucam ein Video aufzuzeichnen müssen Sie die Anwendung plCapture verwenden und ein paar Einstellungen berücksichtigen, die entscheiden, wie gut die aufnahme aussehen und wieviel Speicherplatz sie auf der Festplatte belegen wird.

 

Alle Buttons und Einstellungen zur Videoaufnahme befinden sich in einer Symbolleiste.  Diese rufen Sie auf indem Sie im Menü ‚Ansicht‘ unter ‚Symbolleisten‘ die Symbolleiste ‚Videoaufnahmen‘ aktivieren, oder über die Tastatur mit Strg+3

 

In der neuen Symbolleiste gibt es den Button „Aufnahme-Steuerung“ der das Fenster ‚Videodatei aufnehmen‘ öffnet:

Bei einem Klick auf das Zahnradsymbol unter ‚Codec‘ erscheint ein weiteres Fenster.

Hier können Sie den Codec auswählen, der verwendet wird um die aufgenommenen Bilddaten als Video zu komprimieren und abzuspeichern. Welche Codecs in dieser Auflistung zu finden sind hängt davon ab, welche Windows-Videocodecs sie installiert haben.

Der Button ‚Eigenschaften‘ rechts davon öffnet die Einstellungen des ausgewählten Codecs, die Einstellungen der einzelnen Codecs unterscheiden sich teilweise stark voneinander.

 

 

 

Microsoft RLE

Vorteile: bereits installiert, keine Konfiguration

Nachteile: große Dateien, keine Konfiguration

Einfach die Option ‚Unkomprimiert‘ zu wählen liefert normalerweise keine guten Ergebnisse, selbst wenn die Dateigröße für Sie keine Rolle spielt. Die einfachste Konfiguration für beinahe unkomprimierte Videos ist der Codec „Microsoft RLE“; dieser bietet auch keine weiteren Einstellungen, sorgt aber doch zumindest für eine minimale Komprimierung.

 

 

 

DV-Codec

Vorteile: flüssiges Livebild, bereits installiert

Nachteile: geringe Maximalauflösung, große Dateien, Dateigröße/Komprimierung fest

Der einfachste Kompromiss zwischen Dateigröße und Bildqualität stellt hier der DV-Codec dar. Dieser sollte auf jedem Windows-Rechner ohne weitere Installation zur Verfügung stehen. Leider ist die höchstmögliche Auflösung hier 720×576 Pixel und mangels effizienter Komprimierung würden höhere Auflösungen auch zu noch viel größeren Dateien führen.

Als Videoformat sollten Sie für eine Auflösung von 720×576 Pixeln PAL wählen (NTSC ergibt 720×480), abgesehen von der Auflösung ist die Auswahl aber unwichtig, die Optionen unterscheiden sich lediglich durch 4:1:1 Farbunterabtastung bei NTSC und 4:2:0 bei PAL, welche nicht wirklich zu einem wahrnehmbaren Unterschied führen wird, in beiden Fällen werden nur für jeden 4. Pixel die Farbinformationen gespeichert.

Leider sind mit diesem DV-Codec keine höheren Auflösungen oder eine bessere Komprimierung möglich, im Gegensatz zu vielen der anderen kostenlos verfügbaren Codecs sorgt dieser aber für ein flüssiges Livebild auch während der Aufzeichnung.

 

 

 

MJPEG

Vorteile: bereits installiert, einfache Konfiguration, Dateigröße/Komprimierung anpassbar

Nachteile: kein flüssiges Livebild

Wenn ein flüssiges Livebild am Bildschirm während der Aufnahme nicht wichtig ist, lassen sich auch mit dem bereits installierten MJPEG-Codec schöne Ergebnisse erzielen, mit einem einfachen Regler in den Codec-Eigenschaften können Sie die Dateigröße / Komprimierung anpassen, weitere Optionen gibt es nicht.

 

 

 

LeadTools Multimedia DirectShow & Media Foundation Codecs

Vorteile: flüssiges Livebild, Dateigröße/Komprimierung anpassbar

Nachteile: muss installiert werden, komplexe Konfiguration

Wer etwas experimentierfreudiger ist, sollte sich mit den Codecs von Leadtools beschäftigen. Hier gibt es gleich ein ganzes Paket Codecs, jeweils mit eigenen Optionen.

Besonders hervorheben möchten wir zwei Codecs dieses Pakets, zum einen den ‚LEAD H264 Encoder‘ und zum Andern den ‚LEAD MPEG4 Encoder‘, die sich beide über eine Qualitätseinstellung oder auch über eine Zieldatenrate sehr gut konfigurieren lassen:

LEAD H264 Encoder

LEAD H264 Encoder

LEAD MPEG4 Encoder

LEAD MPEG4 Encoder

 

 

picvideo m-jpeg codec

Vorteile: flüssiges Livebild, Dateigröße/Komprimierung anpassbar

Nachteile: kostenpflichtig

Ein weiterer Codec, der auch die Eigenschaft besitzt, während des Aufzeichnens ein flüssiges Livebild zu zeigen, aber eine bessere Komprimierungsrate und mehr Einstellungen als der DV-Codec ermöglicht, ist der picvideo m-jpeg codec von accusoft. Dieser Codec ist kostenpflichtig, liefert aber sehr zuverlässige Ergebnisse und lässt sich auch sehr einfach konfigurieren:

Konfiguration des 'picvideo m-jpeg codec'

Der Schieberegler links stellt Helligkeits- und Farbqualität ein, auf Stufe 7-9 ergibt sich eine guter Kompromiss zwischen Dateigröße und Bildqualität.

Die Subsampling-Einstellung (Unterabtastung) gibt an wie stark die Farbinformationen komprimiert werden sollen: 1:1:1 ist verlustfrei, bei 4:2:2 werden nur für jeden 2. Pixel auch Farbinformationen gespeichert und bei 4:2:0 nur noch für jeden 4.

Tag der Mikroskopie am 16. und 17. Mai 2018 bei Zeiss in Oberkochen

Zeiss lädt mit einem vielseitigen Programm ein ins neue Zeiss Microscopy Customer Center in Oberkochen. Es gibt neben Vorträgen und Werkstouren auch verschiedene Workshops, unter anderem aufgeteilt in Biowissenschaften und Materialwissenschaften.

 

Das genaue Programm und weitere Details zur Anmeldung gibt es auf

zeiss.de/mikroskopie/dynamic-content/events/2018/day-of-microscopy.html

und direkt zum Download als PDF-Datei unter

zeiss.de/content/dam/Microscopy/events/2018/microday/tag-der-mikroskopie-2018_de.pdf

 

Zeiss Shuttle and Find – Korrelative Mikroskopie

Shuttle & Find hat eine Brücke zwischen der Mikro- und der Nanowelt geschaffen. Der Transfer der Probe sowie das Markieren und Wiederfinden von interessatnen Probenstellen in beiden System soll erleichtert werden. Neu ist diese Technologie nicht, wie ein bereits über 6 Jahre altes Video zur Korrelativen Mikroskope für Materialwissenschaften von Zeiss zeigt:

ZEISS Shuttle & Find for Materials Analysis – Product Trailer

Es gibt allerdings immer mehr Anwendungen, bei denen die Licht- und Röntgen- oder Elektronenmikroskopie sich ergänzen. Die Korrelative Mikroskopie wird umso wichtiger und hilfreicher. ZEISS hat sich als Anbieter von Licht- und Elektronenmikroskopen das Ziel gesetzt, nicht nur spannende neue Einblicke in die Mikro- und Nano-Welt zu ermöglichen, sondern vor allem auch die Arbeit und Zusammenarbeit beider Systeme weiter zu erleichtern – wie hier gezeigt in diesem neuerem Video zu Shuttle & Find mit einem Smartzoom5 und der Software Zen 2 Core:

ZEISS Smartzoom 5: Correlative Microscopy with Shuttle & Find

Und passend dazu auch der Beispiel-Arbeitsablauf in Zen 2 Core als Screencapture:

ZEISS ZEN 2 core: Using Shuttle & Find on Electron Microscopes

 

 

Hier gibt es noch mehr Informationen zur Korrelativen Mikroskopie bei zeiss.de

 

Und Hier gibt es noch drei englische Zeiss Webinare zum Thema:

ZEISS Webinar: Strategies for Correlative Microscopy in Bioscience Research

ZEISS Webinar: Multiple Ion Beam Microscopy for Advanced Nanofabrication

ZEISS Webinar: Multi-scale Correlative Microscopy of Energy Storage and Conversion Devices

Neue Version ZEISS Zen 2 starter/core v.2.4 erschienen auf Service DVD73

Die aktuelle Service DVD von Zeiss mit der Nr. 73 steht zum Download bereit und präsentiert uns eine stark überarbeitet neue Version von ZEN 2 mit einigen neuen Funktionen auch in der kostenlosen Variante:

  • Es wurde schon vielfach unter Windows 10 ohne Probleme eingesetzt; nun wurden aber nochmals einige Fehler beseitigt und so ist Zen nun auch offiziell kompatibel zu Windows 10 in allen Varianten.
  • Sie können Panoramabilder auch ohne motorisiertes Stativ zusammenfügen (Stitching). Diese Funktion wurde stark verbessert, und ermöglicht es nun, einzelne Aufnahmen manuell grob zueinander zu positionieren; beim Abschließen des Vorgangs werden die Bilder dann automatisch so zusammengefügt, dass sich ein gleichmäßiges Bild ohne Artefakte und Kanten ergibt:
manuelles Panorama (Stitching)

manuelles Panorama (Stitching)

 

  • Auch das automatisierte Stitching ist nun sogar im kostenlosen Zen 2 Starter verfügbar; mit dieser Funktion können Sie ein zusammengesetztes Panoramabild durch Bewegen eines Kreuztisches erstellen ohne einzelne Aufnahmen manuell zu erstellen. Sie verschieben die Tischposition und die Software positioniert den Bildausschnitt ganz von alleine. Leider erfordert diese Technik eine sehr hohe Bildwiderholrate für zuverlässige Ergebnisse und ist somit nicht mit jeder Kamera und Probe optimal einsetzbar:
automatisches Panorama (Stitching)

automatisches Panorama (Stitching)

 

  • Die Funktion für erweiterte Tiefenschärfe zum Kombinieren mehrere Bilder mit unterschiedlicher Schärfeebene wurde überarbeitet und lässt sich nun durch zusätzliche Optionen besser an die Probe anpassen. Welche Einstellungen für Ihre Arbeit die zuverlässigsten Ergebnisse liefert, muss aber doch ausprobiert werden :
verbesserte erweiterte Tiefenschärfe

verbesserte erweiterte Tiefenschärfe

 

  • Neue Werkbank ‚Bildverarbeitung‘. Nach dem Erstellen einer Aufnahme, ob aus dem Livebild oder mit einer anderen Funktion von ZEN stehen nun mit der Werkbank „Bildverarbeitung“ folgende Optionen zur Optimierung Ihrer Bilder zur Verfügung.
Werkbank "Bildverarbeitung"

Werkbank „Bildverarbeitung“

  • Anpassen
    • Farbbalance
    • Farbtemperatur
    • Farbton/Sättigung/Helligkeit
    • Histogrammausgleich
    • Lokale Kontrastoptimierung
    • Shading-Korrektur
    • Weißabgleich
  • Umformen
    • Bildgröße ändern
    • Drehen
    • Spiegeln
    • Stitching
    • Verschiebung
  • Schärfen
    • Konturen verstärken
    • Unscharfmaskierung
  • Glätten
    • Gauss
    • Median
    • Sigma

 

Einige dieser Funktionen erfordern genauere Kenntnis oder zumindest Ausprobieren, simple Einstellungen wie das Anpassen der Helligkeit oder ein Bild zu drehen sind jedoch auch ein hilfreiches Werkzeug um sich die Standardnachbearbeitung in anderer Software zu sparen.

Foldscope – ein Mikroskop aus Papier

Egal ob ein Mikroskop fürs Labor, für eine Produktionsumgebung oder sogar für den mobilen Einsatz konzipiert ist, Papier als Konstruktionsmaterial macht kaum Sinn; zusammen mit einer empfindlichen Optik noch viel weniger – für Ausbildung und Lehre in bestimmten Situationen und auch einige Hobbyanwendungen ist es aber vielleicht doch der richtige Weg?

Das dachten sich Manu Prakash und Jim Cybulski von der Universität Stanford und machten sich an die Konzeption des Foldscopes.

Manu Prakash: A 50-cent microscope that folds like origami

Wer sich noch genauer für das Papiermikroskop interessiert erfährt in dieser Veröffentlichung noch weitere technische Details, inklusive einer Bauanleitung.  Tutorials und Videos zur Verwendung des Foldscopes gibt es hier.